News Januar 2010

De Trafford bringt neue Weine auf den Markt

25. Januar 2010

Das Team des Weingutes De Trafford brachte kürzlich neue Weine auf den Markt, die von den Malagas-Weinbergen an der Mündung des Breede Rivers stammen. Die neuen Weinberge liegen auf einem steinigen Plateau zwischen Malagas und Cape Infanta, ca. 230 Kilometer östlich von Kapstadt und lediglich 15 Kilometer vom Meer entfernt. Die Böden sind steinige, das Wetter sehr trocken, jedoch gekühlt von stetigen Winden, die von Meer her ins Landesinnere ziehen. Nach dem Erwerb der Flächen 2004 ließ man genauen Boden- und Klimaanalyse durchführen und entschied sich für die Rebsorten Syrah, Touriga Nacional, Cabernet Sauvignon und Trincadeira, zusammen mit in Planung befindlichen Anpflanzungen von Grenache. Bei den weißen Rebsorten entschied man sich für Chenin Blanc, Viognier und Roussanne. Die Reben sind in Buschform erzogen und liefern lediglich 3 bis 4 Tonnen Ertrag je Hektar. Am 9. Februar 2007 wurden die ersten Trauben gelesen und nach Stellenbosch transportiert, um auf De Trafford verarbeitet zu werden. Nach der Vinifikation reiften die Weine für 17 Monate in neuen und gebrauchten 700l-Fässern. Die Weine können auf dem Weingut De Trafford verkostet und erworben werden. In den nächsten Jahren plant man, direkt auf dem neuen Besitz ein eigenes Weingut zu errichten und vier Hektar Weinberge neu anzulegen.

Delaire Sauvignon Blanc 2009 mit 5 Sternen im Magazin WINE

7. Januar 2010

Auf der Sauvignon Blanc Top 10 Challenge des südafrikanischen Magazins WINE wurde der Delaire Sauvignon Blanc 2009 als einziger Wein mit der Höchstnoten von fünf Sternen bewertet. In den 16 Jahren, in denen das Magazin WINE erscheint, erhielten erst fünf Sauvignon Blancs diese Höchstnote. Der Sauvignon Blanc von Delaire ist eine Cuvée von Grundweinen aus drei verschiedenen Weinbergen und wird auch im John Platter Wine Guide regelmäßig mit hohen Noten bewertet. Der Jahrgang 2009 gilt in Südafrika als bester Sauvignon Blanc-Jahrgang der Dekade.

Mein Silvester-Wein 2009/2010: Bouchard Finlayson Tête de Cuvée Galpin Peak Pinot Noir 2001

4. Januar 2010

Weihnachten und Silvester sind zwei Termine, an denen ich besondere Weine meines Weinkellers öffne. Dieses Jahr fiel meine Wahl auf einen Pinot Noir, den ich vor Jahren relativ günstig in einem kleinen Weingeschäft in Kapstadt gekauft habe und der seit dem in meinem Weinkeller auf den Tag der Öffnung wartete. An Silvester war es dann soweit - der Bouchard Finlayson Tête de Cuvée Galpin Peak Pinot Noir 2001 wurde geöffnet.

Bouchard Finlayson liegt im Hemel-en-Aarde Valley bei Hermanus, das als das "Burgund" Südafrikas gilt, da von hier einige der besten Chardonnays und Pinot Noirs des Landes kommen. Auf Bouchard Finlayson werden die besten Reben für den besten Wein des Hauses, den Galpin Peak Pinot Noir verwendet. Während dieser Wein in kleinen Holzfässern reift, werden wiederum die besten Fässer für den raren Premium-Wein "Tête de Cuvée" ausgewählt. Bei diesem Wein handelt es sich folglich - zumindest dem Etikett nach - um die Crème de la Crème der südafrikanischen Pinot Noirs. Und da das Jahr 2001 in Südafrika relativ kühl und deshalb besonders geeignet für Rebsorten wie Pinot Noir (Spätburgunder) war, waren meine Erwartungen hoch.

Bouchard Finlayson Tête de Cuvée Galpin Peak Pinot Noir 2001
W.O. Walker Bay, 14,0 %vol.
Mitteltiefes Rubinrot, durchscheinend mit orangefarbenem Rand. Deutlich gereiftes und hoch komplexes Bouquet mit Kirschen, eingelegten Pflaumen, Teer, Leder, Tabak, Schokolade, Waldboden, altem Holz, Pfeffer, Pilzen und etwas Marzipan. Am Gaumen trocken mit mittelkräftiger Säure, abgerundeten Tanninen und einem kraftvollen Körper. Ausdrucksstark, von hoher Intensität und von sehr langem Finale, in dem Schokoladen- und Kaffeenoten überwiegen. Insgesamt ein eindrucksvoller und ausdrucksstarker Pinot Noir, der zum Besten gehört, was in Südafrika aus dieser Rebsorte produziert wird. Zu trinken ab sofort bis etwa 2016. 93 Punkte

Auch wenn der Wein nicht zur Weltspitze der Pinot Noirs gehört, habe ich bisher keinen besseren Wein dieser Rebsorte aus Südafrika getrunken. Er ist fein gereift und hat noch einige Jahre Potential vor sich. Dieses Potential werde ich aber leider nicht weiterverfolgen können, da es sich um meine einzige Flasche handelte. Aktuelle Jahrgänge des Weines kosten im Handel zwischen 60 und 80 Euro.

Über den Autor

Helge Hagener ist selbstständiger Berater, Autor und Dozent für Wein. Er beschäftigt sich seit 12 Jahren intensiv mit den Weinen Südafrikas und studiert gegenwärtitg das "Diploma in Wines and Spirits" (Weinakademiker).

Links

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