Weingut

Diemersfontein Wines

Das Weingut Diemersfontein liegt am Rand von Wellington und ist eine der schönsten Farmen in diesem Weinanbaugebiet. Das Land wird bereits seit dem späten 17. Jahrhundert kultiviert, seit Mitte des 19. Jahrhunderts werden Trauben und Obst angebaut und verkauft. Das 180ha Gut gehört bereits in der dritten Generation der Familie Sonnenberg. Seit 2001 verkauft Diemersfontein Wein unter eigenem Label, vorher ging die Ernte an die Bovlei-Kooperative.

Die jetzigen Besitzer David und Sue Sonnenberg machten aus Diemersfontein ein Lifestyle-Estate, das Tradition und Komfort vereint: so gibt es ein komplett ausgestattetes Konferenzzentrum, ein Restaurant, ein modernes Gästehaus in einem Gebäude aus dem 19. Jahrhundert und einen wunderbaren Garten, der sich sehr gut für Empfänge und Veranstaltungen eignet. Im Programm sind auch Hochzeitsfeierlichkeiten und das Vermieten von Pferden für Ausritte. Von den Weinbergen hat man eine herrliche Aussicht auf den Du Toit's Kloof, Bain's Kloof und die Kasteelberge mit wunderbaren Sonnenuntergängen.

Auf Diemersfontein werden nur rote Sorten angebaut: Pinotage, Cabernet Sauvignon, Shiraz und Merlot. Im Gespräch sind ebenfalls Mourvèdre, Petit Verdot, Tempranillo und Malbec. Der Winzer Bertrus Fourie ist 27 Jahre alt und seit 2000 auf dem Weingut tätig. Eigentlich studierte er Mikrobiologie, Biochemie und Psychologie, da er Arzt werden wollte. Ein Ferienjob auf einem Weingut belehrte ihn jedoch eines besseren - also sattelte er um auf Önologie in Stellenbosch und hat kürzlich seine Diplomarbeit beendet. Sein Ziel ist es, Diemersfontein international bekannt zu machen und Premium-Weine zu produzieren. Die gleiche Leidenschaft und Hingabe, die Betrus Fourie das Berufsziel wechseln ließ, wird nun in die Produktion der Weine gelegt - obwohl er der Meinung ist, dass dieses Kompliment an den Weinberg-Manager gehen sollte, denn "sehr guter Wein macht sich selbst, wenn das Terroir stimmt". Und das Terroir von Wellington gehört laut Fourie zu dem besten in Südafrika.

Ins Gespräch kam Diemersfontein, als es der reguläre Pinotage von Null auf einen Platz in die ABSA Top Ten schaffte. Seitdem erhalten die Weine immer wieder diverse Auszeichnungen. Das Flaggschiff ist die Carpe Diem-Linie und dort besonders der Carpe Diem Pinotage. Der Jungfernjahrgang 2001 gewann auf der International Trophy Wine Show 2003 als bester Pinotage Gold. Das Lesegut stammt nur von den besten, nach Norden ausgerichteten Parzellen und dort nur von den besten Trauben. Ausgebaut wird der Wein 12 bis 15 Monate in zu 60% neuem Holz - 70% französisch und 30% amerikanisch - der Rest in Barriques der zweiten und dritten Füllung.

Die Carpe Diem Weine sollen fruchtbetonte, qualitativ hochwertige Weine sein - leider bekommt man pro Person nur eine Flasche auf dem Weingut. Die Weine der regulären Linie der Rebsorten Pinotage, Cabernet Sauvignon, Shiraz und Merlot werden nur leicht im Holz ausgebaut und sind deshalb fruchtbetonter und früher zugänglich. Obwohl Diemersfontein nur rote Sorten anbaut, hat Fourie kürzlich Viognier anpflanzen lassen und ist begeistert, wie prächtig er gedeiht. Für ihn könnte Viognier in Wellington das werden, was Sauvignon Blanc für die kühleren Regionen Südafrikas ist.

Steckbrief

Anbaugebiet:

Besitzer:

David & Susan Sonnenberg

Winzer:

Francois Roode & Brett Rightford

Rebfläche:

55 ha

Jährl. Produktion:

80000 Kisten

Adresse:

Diemersfontein Wines
P.O. Box 41
Wellington 7654

Weinproben:

Täglich 10:00 bis 17:00 Uhr
25.12. geschlossen

15 Rand

Kellertouren:

Nach Voranmeldung

Besonderes:

Restaurant, Konferenzzentrum, Gästehaus, Mountainbiking

Anfahrt:

Von Paarl über die R310 nach Wellington. In Wellington an der ersten T-Kreuzung rechts und der Straße für etwa 1km folgen. Ab dort den Beschilderungen folgen.

Über den Autor

Helge Hagener ist selbstständiger Berater, Autor und Dozent für Wein. Er beschäftigt sich seit 12 Jahren intensiv mit den Weinen Südafrikas und studiert gegenwärtitg das "Diploma in Wines and Spirits" (Weinakademiker).

Links

Weinconsulting Hagener: helgehagener.de
Hagener.de Weinblog: hagener.de
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